Ultratiefkühlgeräte -86°C bis -150°C Ultratiefkühltruhen -86°C bis -150°C

Ultratiefkühltruhen mit Temperaturbereichen von -86°C bis -150°C sichern die Langzeitlagerung biologischer Proben mit besonders hoher Temperaturstabilität: Da kalte Luft beim Öffnen der Truhe im Innenraum verbleibt, sind Temperaturschwankungen geringer als bei Schränken. Das Sortiment umfasst -86°C Truhen von Fryka und Elcold (90 bis 300 Liter) sowie -150°C Kryotruhen von Axofreeze und Innova (118 bis 258 Liter).

Ultratiefkühltruhen -86°C bis -150°C / -150°C Ultratiefkühltruhen

Ultratiefkühltruhen -86°C bis -150°C / -86°C Ultratiefkühltruhen

Ultratiefkühltruhen -86°C bis -150°C: Technik und Anwendung

Ultratiefkühltruhen arbeiten nach dem gleichen Kaskadenprinzip wie -86°C Ultratiefkühlschränke, bieten aber einen konstruktionsbedingten Vorteil: Beim Öffnen der Truhe sinkt kalte Luft nach unten und verbleibt weitgehend im Innenraum. Temperaturschwankungen sind dadurch geringer, was die thermische Belastung der gelagerten Proben reduziert. Dies macht Truhen besonders geeignet für die Lagerung großer Probensammlungen, die selten entnommen werden.

-86°C Ultratiefkühltruhen

-86°C Truhen decken den Standard-ULT-Bereich ab und eignen sich für die Lagerung von DNA, RNA, Proteinen, Zelllinien, Mikroorganismen und Enzympräparaten. Das Sortiment umfasst Fryka TT 85-90 (90 l, max. 72 Kryoboxen 2, 4,45 kWh/24h) sowie Elcold LAB-Modelle von 92 bis 300 Litern (max. 216 Kryoboxen, 5,8 bis 8,5 kWh/24h). Mehrere Modelle sind mit integriertem Datenlogger erhältlich.

-150°C Ultratiefkühltruhen: Kryokonservierung ohne flüssigen Stickstoff

Unterhalb von -130°C geht Wasser in einen glasartigen Zustand über — alle chemischen und biologischen Prozesse kommen vollständig zum Stillstand. Dieser Zustand maximaler Langzeitstabilität wird mit -150°C Kryotruhen erreicht, ohne den logistischen Aufwand und die Sicherheitsanforderungen von flüssigem Stickstoff. Das Sortiment umfasst Axofreeze MF-150H239 (239 l, 150 Boxen, 15.000 Proben), Innova MF-150H258P (258 l, 165 Boxen, 16.500 Proben) und MF-150H118P (118 l, 48 Boxen, 4.800 Proben). Typische Anwendungen sind Kryokonservierung von Stammzellen, Zelllinien für CAR-T-Therapien und Langzeitbiobanking.

Temperaturüberwachung und Dokumentation

Für den GMP-konformen Betrieb empfiehlt sich die Ergänzung durch externe oder integrierte Datenlogger mit Alarmweiterleitung. Axon führt passende WLAN-Datenlogger und Alarmweiterleitungssysteme für ULT-Geräte.

Häufige Fragen zu Ultratiefkühltruhen

Die wichtigsten Fragen zur Auswahl, Technik und zum Einsatz von Ultratiefkühltruhen haben wir hier zusammengestellt — von der Wahl zwischen Truhe und Schrank bis zu den Unterschieden zwischen -86°C und -150°C Kryolagerung.

Was ist der Unterschied zwischen einer Ultratiefkühltruhe und einem Ultratiefkühlschrank?

Bei einer Truhe verbleibt die kalte Luft beim Öffnen des Deckels im Innenraum, da Kaltluft schwerer ist als warme Luft. Bei einem Schrank strömt die Kaltluft beim Öffnen der Tür nach unten aus. Truhen bieten dadurch geringere Temperaturschwankungen beim Zugriff — Schränke ermöglichen schnelleren Zugriff auf einzelne Positionen.

Für welche Proben werden -86°C Ultratiefkühltruhen eingesetzt?

-86°C Ultratiefkühltruhen eignen sich für die Langzeitlagerung von DNA, RNA, Proteinen, Enzymen, Zelllinien, Mikroorganismen und Gewebeproben. Ab -70°C kommen biologische Prozesse weitgehend zum Erliegen, was eine stabile Lagerung über Monate und Jahre ermöglicht.

Wann ist eine -150°C Kryotruhe gegenüber einer -86°C Truhe notwendig?

Unterhalb von -130°C geht Wasser in einen glasartigen Zustand über — alle enzymatischen und chemischen Prozesse kommen vollständig zum Stillstand. Für besonders empfindliche Materialien wie Stammzellen, iPSC-Linien oder Zellen für Zelltherapieprogramme sowie für Langzeitlagerung über Jahrzehnte ist -150°C die geeignetere Wahl.

Können Ultratiefkühltruhen in GMP-regulierten Umgebungen eingesetzt werden?

Ja. Für den GMP-konformen Betrieb ist eine Qualifizierung (IQ/OQ/PQ) auf Basis der Herstellerdokumentation erforderlich. Die lückenlose Temperaturüberwachung erfolgt über integrierte oder externe Datenlogger mit Alarmweiterleitung per WLAN, E-Mail oder SMS.

Wie viele Proben passen in eine Ultratiefkühltruhe?

Die Kapazität hängt vom Volumen und der Boxgröße ab. Die verfügbaren Modelle fassen zwischen 34 Kryoboxen (Elcold LAB 8, 92 l) und 216 Kryoboxen (Elcold LAB 31, 300 l) im 2-Format bei -86°C, bzw. 48 bis 165 Boxen bei den -150°C Modellen.