Medikamentenkühlschränke / Blutbeutelkühlschränke
Medikamentenkühlschränke sichern die kontrollierte Lagerung temperaturempfindlicher Arzneimittel und Impfstoffe bei 2°C bis 8°C — in Krankenhäusern, Apotheken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Das Sortiment umfasst zertifizierte Geräte nach DIN 58345 sowie preisgünstigere Modelle ohne DIN-Zertifizierung, von 68 bis 1.400 Litern, mit Volltür oder Glastür.
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Die sichere Lagerung von Arzneimitteln
Medikamentenkühlschränke spielen eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung. Sie dienen der sicheren Lagerung von temperaturempfindlichen Medikamenten, Impfstoffen und Blutprodukten in Krankenhäusern, Apotheken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen.
Die DIN 58345: Essentielle Anforderungen für Arzneimittelkühlschränke
Die DIN 58345 definiert verbindliche Anforderungen an Medikamentenkühlschränke, um die Qualität und Wirksamkeit sensibler Präparate zu gewährleisten.
Wichtige Merkmale:
- Temperaturbereich: +2°C bis +8°C für die optimale Lagerung von Medikamenten
- Abschließbare Tür: Sichert den Inhalt und verhindert unbefugten Zugriff
- Alarmsysteme: Akustische und optische Warnungen bei Stromausfall oder Temperaturabweichungen
- Integrierte Sicherheitseinrichtung: Verhindert das Abkühlen unter +2°C
- Potentialfreier Kontakt: Ermöglicht die Fernüberwachung und Alarmierung
Das DIN-zertifizierte Sortiment reicht von kompakten 68-Liter-Untertischgeräten bis zu 1.400-Liter-Standgeräten der Marken GRAM und Haier, mit Voll- oder Glastür, auf Rollen für die flexible Aufstellung. Größere Modelle ab 500 Litern verfügen über variable Innenausstattung für unterschiedliche Lagergutgrößen.
Blutbeutelkühlschränke
Blutbeutel und Blutprodukte erfordern eine ebenso lückenlose Temperaturführung wie Medikamente. Für diesen Einsatzbereich eignen sich dieselben DIN-zertifizierten Modelle — entscheidend sind dabei eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Innenraum, geeignete Einlegeböden oder Schubladen für die liegende Lagerung von Blutbeuteln sowie eine zuverlässige Alarmweiterleitung, da bei Blutprodukten bereits kurze Temperaturabweichungen zur Unbrauchbarkeit führen können.
Medikamentenkühlschränke ohne DIN
Neben zertifizierten Geräten nach DIN 58345 gibt es auch Medikamentenkühlschränke ohne DIN. Diese Modelle von Midea und Haier bieten dieselbe grundlegende Kühlleistung bei 2°C bis 8°C, sind jedoch nicht nach den strengen Anforderungen der Norm zertifiziert — bei entsprechend günstigerem Anschaffungspreis. Das Sortiment reicht von 68 bis 606 Litern.
Einsatzbereiche
- Krankenhäuser und Apotheken: Zentrale Lagerung von Impfstoffen, Medikamenten und Blutprodukten mit lückenloser Dokumentationspflicht
- Arztpraxen: Lagerung kühlpflichtiger Impfstoffe und Medikamente für die tägliche Patientenversorgung
- Veterinärmedizin: Lagerung von Tierarzneimitteln unter kontrollierten Temperaturbedingungen
- Forschung und Entwicklung: Lagerung temperaturempfindlicher Materialien und Reagenzien in Laboren
Häufige Fragen zu Medikamentenkühlschränken
Die wichtigsten Fragen zur DIN-Zertifizierung, zur Lagerung von Blutprodukten und zur Auswahl des passenden Modells.
Wann ist ein Medikamentenkühlschrank nach DIN 58345 vorgeschrieben?
In Krankenhäusern, Apotheken und Arztpraxen ist die Lagerung von Arzneimitteln und Impfstoffen häufig an die Einhaltung der DIN 58345 gebunden — insbesondere wenn eine Dokumentationspflicht besteht oder Kassen- bzw. Aufsichtsbehörden dies verlangen. Für geringere Mengen ohne regulatorische Vorgaben können auch Modelle ohne DIN-Zertifizierung ausreichen.
Können Blutbeutel im selben Gerät wie Medikamente gelagert werden?
Grundsätzlich eignen sich DIN-zertifizierte Medikamentenkühlschränke auch für Blutbeutel, da beide denselben Temperaturbereich von 2°C bis 8°C benötigen. In der Praxis sollte aber auf eine getrennte, eindeutig gekennzeichnete Lagerung geachtet werden, um Verwechslungen auszuschließen.
Was passiert bei einem Stromausfall oder Temperaturabweichung?
DIN-zertifizierte Geräte verfügen über akustische und optische Alarmsysteme, die bei Stromausfall oder Grenzwertüberschreitung sofort warnen. Über den potentialfreien Kontakt kann zusätzlich eine externe Alarmweiterleitung angeschlossen werden, die auch außerhalb der Betriebszeiten informiert.
Was ist der Unterschied zwischen Modellen mit und ohne DIN 58345?
Beide Gerätetypen erreichen denselben Temperaturbereich von 2°C bis 8°C. Zertifizierte Modelle erfüllen zusätzlich die normierten Anforderungen an Sicherheitseinrichtungen, Alarmsysteme und Temperaturstabilität — relevant für den regulierten Einsatz in Apotheken und Kliniken. Modelle ohne DIN sind preisgünstiger und für Anwendungen mit geringeren Anforderungen ausreichend.
Welche Volumengröße ist für meine Praxis oder Apotheke geeignet?
Kleinere Praxen kommen häufig mit Untertischgeräten ab 68 Litern aus. Für Apotheken und Krankenhäuser mit größerem Lagerbestand stehen Standgeräte bis 1.400 Liter zur Verfügung, teils mit Glastür für die schnelle Sichtkontrolle des Bestands ohne Türöffnung.