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Schüttelinkubatoren kombinieren präzise Temperaturregelung mit definierter Schüttelbewegung für die Kultivierung von Mikroorganismen, Zellen und Expressionssystemen in Erlenmeyerkolben, Kulturröhrchen und Mikrotiterplatten. Das Sortiment umfasst konfigurierbare Standgeräte (Axotron, Zefa, Infors Multitron) sowie kompakte Tischgeräte mit und ohne Kühlung — für Laboranforderungen von der Einzelaufstellung bis zur stapelbaren Mehretagenlösung.
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Schüttelinkubatoren erzeugen durch orbitale oder lineare Schüttelbewegung einen gleichmäßigen Flüssigkeitsstrom im Kulturgefäß, der den Sauerstoffeintrag in das Kulturmedium maximiert und Konzentrationsgefälle ausgleicht. Temperatur, Drehzahl und Hub sind die primären Prozessparameter je nach Anwendung kommen Kühlung, CO₂-Begasung, Luftbefeuchtung und Wachstumslicht als weitere Regelgrößen hinzu.
Schüttelinkubatoren als Standgeräte bieten große Nutzvolumina für den simultanen Betrieb vieler Kulturgefäße und sind häufig stapelbar oder modular erweiterbar. Das Sortiment umfasst den Axotron Schüttelinkubator mit Magnetantrieb und verstellbarem Orbit (serienmäßig mit Kühlung und 10 Touchscreen), den Zefa Schüttelinkubator mit kreisförmigem Schüttelhub sowie den Infors Multitron — alle konfigurierbar nach individuellem Bedarf.
Kompakte Tischgeräte für begrenzte Stellflächen oder als Ergänzung zu Standgeräten: der Axotron IS-RDD3 mit Kühlung (Schüttelfläche 450×400 mm, Ø 26 mm Orbit, 30–400 rpm) sowie mehrere Modelle ohne Kühlung (Axotron IS-RSD3, IS-RSDA, Labwit 311 DS, Infors Minitron) für unterschiedliche Kapazitätsstufen und Schüttelhübe.
Alle Geräte sind für den Betrieb mit Erlenmeyerkolben, Kulturröhrchen und Mikrotiterplatten ausgelegt. Die Befestigung der Gefäße erfolgt je nach Modell über Federklammern aus Edelstahl, Kunststoffklammern, Haftfolie oder Spannfedertablare. Optionale Ausstattung umfasst CO₂-Begasung, Luftbefeuchtung und Wachstumslicht für anspruchsvolle Zellkulturanwendungen.
Die wichtigsten Fragen zur Auswahl zwischen Standgeräten und Tischgeräten, zur Kühloption und zu Schüttelhub und Orbit.
Standgeräte bieten größere Nutzvolumina, sind oft stapelbar und für den Dauerbetrieb mit vielen Kulturgefäßen ausgelegt. Tischgeräte sind kompakter, platzsparender und eignen sich für kleinere Probenanzahlen oder als Ergänzung zu einem zentralen Standgerät.
Kühlung ist erforderlich, wenn Kulturen unterhalb der Umgebungstemperatur inkubiert werden sollen — zum Beispiel für kältepräferierende Organismen oder wenn Kulturen nach der Wachstumsphase bei niedrigen Temperaturen gelagert werden. Ohne Kühlung sind Temperaturen nur oberhalb der Raumtemperatur regelbar.
Der Orbit (Schüttelhub) beschreibt den Durchmesser der kreisförmigen Schüttelbewegung in mm. Ein größerer Orbit erzeugt eine stärkere Durchmischung und höheren Sauerstoffeintrag — relevant für aerobe Kulturen in großen Kolben. Übliche Werte im Tischgerätesortiment: 19 mm, 25 mm, 26 mm, 50 mm.
Der Magnetantrieb arbeitet berührungslos und überträgt die Schüttelbewegung ohne mechanische Kupplung — das eliminiert Vibrationen durch Unwuchten und ermöglicht einen besonders ruhigen, gleichmäßigen Lauf. Zusätzlich ist der Orbit beim Axotron IS-6MVW stufenlos verstellbar, was die Optimierung des Sauerstoffeintrags für unterschiedliche Kulturgefäße ermöglicht.